Kunst

Frau Danberg, Frau Lamprecht, Frau Vogelbusch, Herr Wedler, Frau Bundkirchen (Referendarin), Frau Schramm (Referendarin)
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Kunst am Luisengymnasium ist geprägt von drei Aspekten:

- dem Umgang mit der sichtbar gestalteten Umwelt - der bildenden Kunst 
- den Interessen der Schüler*innen
Unsere Welt ist inzwischen so von Bildern geprägt, dass man schon von einem Wechsel von der Text- zur Bildkultur (pictoral turn) gesprochen hat. Die digitalen Medien funktionieren mehr über Bilder als über Texte, Werbung und Design manipulieren uns, gedruckte Bücher haben es gegenüber youtube und neMlix zunehmend schwerer, wissenschaftliche Veröffentlichungen und Vorträge kommen ohne Visualisierungen nicht mehr aus. Unser Weltbild wird so geprägt und soll im Sinne der Ziele der Unesco hinterfragt werden. Doch wie wirken Bilder, wie manipulieren sie uns und wie können sie zu unserer Bildung und zu unserem Vergnügen beitragen?
Da gilt es unsere Bezugswissenschaft zu befragen. Bildende Kunst hat sich früher wie heute mit der Wirkung von Bildern auseinandergesetzt. Dabei haben sie auch immer wieder neue zeitgemäße Bildformen erfunden und erprobt. Kunst ist dabei, wenn sie gut war, immer über Grenzen gegangen und hat die Betrachter irrittert bis schockiert. Die Kunstgeschichte und aktuelle Künstler*innen hierzu zu befragen bleibt spannend, zumal sie sich heutzutage ausweitet auf außereuropäische Kunst, das Weltkulturerbe und endlich auch die weibliche Seite verstärkt mit in den Blick nimmt.
Diese Hintergründe sollen es den Schüler*innen ermöglichen ihrem Alter, ihrer Herkunft und ihrer Lebenswelt gemäße Bilder zu erschaffen. Gestalterische Regeln zu lernen um sie künstlerisch wieder aufzubrechen ist dabei ein Zeichen von Qualität. Die produktive Seite des Faches steht - auch als kompensatorischer Ausgleich im Fächerkanon des Gymnasiums - somit im Fokus. Scheinbar "veraltete" Techniken (Linolschnitt, Malerei, Plastik, analoge Fotografie...) lehren dabei das sinnliche Hand-Werk, was man auch für das technische Verständnis der digitalen Bildbearbeitung braucht.
Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung
in der Sekundarstufe 1

Bewertungen geben den Schülern konkrete Rückmeldungen über die erreichten Kompetenzen. Grundlage dazu sind § 48 SchulG, § 6 APO-SI sowie Kapitel 3 des Kernlehrplans Kunst. Die möglichst differenzierte Leistungsrückmeldung dient der Transparenz der fachlichen Anforderungen, der Notengebung und der individuellen Förderung. Da alle Schülerinnen und Schüler stets angehalten werden eine Selbsteinschätzung vorzunehmen, werden sie zur Kritikfähigkeit, aber auch zur genauen Betrachtung und Analyse der Ergebnisse angehalten.

Die Leistungsrückmeldung erfolgt:
· spätestens nach dem Einsammeln und der Rückgabe der fertigen Gestaltungsprodukte
oder anderen Arbeiten,
· als Quartalsfeedback oder als Ergänzung zu einer schriftlichen Überprüfung.
Bei der Bewertung ist zwischen Lernphasen und Leistungsphasen zu unterscheiden. In den Lernphasen steht der Arbeitsprozess (gezielte Problemformulierung, Ideenreichtum bezogen auf Fragehorizonte und Lösungsansätze, Umgang mit „Fehlentscheidungen“, Intensität, Flexibilität,
u. a.) im Zentrum der Bewertung. In den Leistungsphasen werden die Arbeitsergebnisse bezogen auf die hierfür festgelegten Kriterien bewertet.
Die Leistungsbewertung erfolgt immer nach einem genau festgelegten Kriterienkatalog. Ein Grundgerüst einheitlicher Kriterien, das sich an den Kompetenzen des Kernlehrplans orientiert, ist zur Leistungsfeststellung wichtig. Es wird zusammen mit den Schülern durchgesprochen und bezogen auf die Besonderheiten der Aufgabenstellung ergänzt.
Im Fach Kunst werden keine Klassenarbeiten geschrieben. Die Schülerleistungen zählen demnach gänzlich zum Bewertungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“.
In die Leistungsbewertung fließen ein:
· im Rahmen der Unterrichtsstunden oder als Hausarbeit gefertigte Gestaltungsprodukte,
· mündliche Beiträge zum Unterricht (z.B. Beiträge zum Unterrichtsgespräch, Kurzvorträge und Referate),
· schriftliche Beiträge zum Unterricht (z.B. Protokolle, Materialsammlungen, Hefte / Mappen, Portfolios, Lerntagebücher),
· kurze schriftliche Übungen,
· Beiträge im Rahmen eigenverantwortlichen, schüleraktiven Handelns
(z.B. Performance, Rollenspiel, Recherche, Befragung, Erkundung, Präsentation).

Mündliche Leistungen und die konzentrierte aktive Teilnahme beim praktischen Arbeiten werden dabei in einem kontinuierlichen Prozess vor allem durch Beobachtung während des Schuljahres festgestellt.

Grundlage der Gesamtnote ist ein Kriterienkatalog der Gesamtbewertung der Leistungen. Er ist im Kunstunterricht zu Beginn jedes Schuljahres mit der Lerngruppe zu erarbeiten. Die Kriterien werden in einem Evaluationsbogen festgehalten, der zur Selbsteinschätzung der Schülerinnen und
Schüler und zum Vergleich von Schüler- und Lehrereinschätzung dient. Im weiteren Verlauf des Schuljahres sollte dieser Evaluationsbogen im Abstand von ca. einem viertel Jahr von Schülern und Lehrern ausgefüllt werden. Er ist in Unterpunkte differenziert, die die Kompetenzen des Lehrplans für den Unterricht konkretisieren, wobei die Leistungsabstufung und damit die Kompetenzerwartungen an dem Alter der Schüler ausgerichtet sein muss. Hierbei ist den Schülerinnen und Schülern immer wieder deutlich zu machen, dass jedes einzelne Kriterium wichtig für den Lernerfolg ist. Die Gesamtnote zu den Zeugnissen setzt sich aus den einzelnen Bewertungen zusammen, wobei die Gewichtung der Unterpunkte immer abhängig von den behandelten Inhalten und den organisatorischen Strukturen zu sehen ist. Hier ist es auch in Absprache mit den Schülern und evtl. auch der ganzen Lerngruppe möglich, eine Differenzierung auch innerhalb der Lerngruppe durchzuführen. Dadurch können die Lernentwicklung unterstützt und individuelle Lern- und Förderstrategien initiiert werden.
Jedes einzelne Unterrichtsvorhaben schließt mit einer einzelnen bzw. mehreren zusammenhängenden praktischen Arbeiten ab. Zur Festlegung der Noten für praktische Arbeiten ist spätestens in der Mitte der Bearbeitungszeit den Schülern ein Bewertungsraster an die Hand zu geben, bzw. mit ihnen gemeinsam zu erarbeiten. Dieses Raster dient gleichzeitig als
Kriterienkatalog für erfolgreiches Lernen. Auch aus diesem Grund ist es je nach Thema wichtig, auch die Zwischenschritte (Skizzen, Entwürfe, Planungen) als einzelne Beurteilungskriterien mit einzubeziehen. Innerhalb des Rasters muss es für jeden Schüler die Möglichkeit geben, mindestens ein Kriterium individuell zu ergänzen. Falls dieses Bewertungskriterium nicht in den anderen Bewertungskriterien enthalten ist, geht es in die individuelle Note des Einzelnen mit ein.
 
Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung
in der Oberstufe

Auf der Grundlage von § 48 SchulG, § 13 APO-GOSt sowie Kapitel 3 des 
Kernlehrplans Kunst hat die Fachkonferenz im Einklang mit dem entsprechenden schulbezogenen Konzept die nachfolgenden Grundsätze zur Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung beschlossen. Die nachfolgenden Absprachen stellen die Minimalanforderungen an das Lerngruppen übergreifende gemeinsame Handeln
der Fachgruppenmitglieder dar. Bezogen auf die einzelne Lerngruppe kommen ergänzend weitere der in den Folgeabschnitten genannten Instrumente der Leistungsüberprüfung zum Einsatz.

Verbindliche Absprachen:
Grundsätze der Leistungsbewertung werden im Rahmen der Unterrichtsvorhaben als verbindliche Absprachen beschrieben. Die im Kernlehrplan aufgeführten verbindlichen Überprüfungsformen sind den konkretisierten Unterrichtsvorhaben zugeordnet und müssen entsprechend der geplanten Aufgabenstellungen inhaltlich gefüllt werden. Vor allem im Beurteilungsbereich „Schriftliche Arbeiten/Klausuren“ wird schrittweise zu den verbindlichen Aufgabenarten und aktuellen Aufgabenformaten hingeführt. Die Überprüfungsformen werden im Unterricht eingeübt, indem sie in den laufenden Unterricht integriert werden, so dass sie in Klausuren von den Schülerinnen und Schülern angewendet werden können. Im Abitur müssen alle Aufgabenarten und alle Überprüfungsformen in unterschiedlichen Zusammensetzungen allen betroffenen Schülerinnen und Schülern bekannt sein.

Verbindliche Instrumente:
Überprüfung der schriftlichen Leistung
- Aufgabentypen des Abiturs werden schrittweise und entsprechend den Vorgaben nach Grundkurs und Leistungskurs differenziert entwickelt.
- Für die Klausuren werden kriteriengeleitete Erwartungshorizonte mit klaren Gewichtungen (Punkteraster) erstellt, die sich an den Aufgaben des Zentralabiturs orientieren.
- In der Regel wird in der EF eine theoretische Klausur im ersten Halbjahr, eine bildnerisch produktive im zweiten Halbjahr geschrieben.
- In der Q1 kann im Rahmen der geltenden Vorschriften ebenfalls von der Möglichkeit einer gestaltungspraktischen Hausarbeit Gebrauch gemacht werden.
- Das Verfassen einer Facharbeit an Stelle einer Klausur im zweiten Halbjahr der Q1 wird angestrebt.
- Die Klausur im 2. Halbjahr Q2 wird in Anlehnung an die Abiturklausur gestellt. Mindestens zwei Aufgaben werden zur Auswahl gegeben. Für die Auswahl werden 30 Minuten Auswahlzeit eingeplant. Eine der Klausuren ist eine gestaltungspraktische Aufgabenstellung. Hierfür verlängert sich die Arbeitszeit um eine Stunde.

Überprüfung der sonstigen Leistung
- gestaltungspraktische Aufgaben, die kriteriengeleitet formuliert sein müssen
- hierzu auch die prozessbegleitenden Zwischenergebnisse
- Skizzenbuch, das die Arbeitsprozesse und die bildnerischen Entscheidungen in reflektierender Weise dokumentiert
- Kompetenzraster, die den Schülerinnen und Schülern zur Evaluation der Prozesse und zur Selbstbewertung dienen können und die gleichzeitig von der Lehrkraft als Bewertungsinstrument genutzt werden
- Protokolle, die in einem gemeinsamen Ordner gesammelt werden
- Referate, bei denen der Inhalt und dessen Aufarbeitung für die Adressatengruppe in die Bewertung einfließt
- Beteiligung am Unterrichtsgespräch durch weiterführende Fragen, einbringen neuer Ideen, begründete Lösungen und gute Zusammenfassungen